#33 Aufbruch ins Zillertal

Die ersten kleinen Lernerfolge in der Schule stellten sich schneller ein, als ich es selbst geahnt hätte. Die geheimnisvollen Zeichen, die Frau Schmitz uns Tag für Tag an der Wandtafel näherbrachte, verloren allmählich ihr Rätselhaftes und verwandelten sich in Wörter, die mir stolz ihre Bedeutung preisgaben. Wie weit ich auf diesem neuen Weg schon gekommen … Weiterlesen

#32 Lernfleiß und Schabernack

Von nun an veränderte sich meine kleine Welt. Mein morgendlicher Weg führte mich nicht mehr wie gewohnt durch das vertraute Törchen im Jägerzaun, vorbei an den gepflegten Gärten im wachsamen Schatten des mächtigen Wasserturms, der über all die Jahre hinweg unser treuer Orientierungspunkt im Kindergartenalltag gewesen war. Stattdessen ging ich jetzt, die Hand meiner Mutter … Weiterlesen

#31 Der erste Schultag

Mit dem Herannahen des Osterfestes veränderten sich der Takt und das Lebensgefühl in der Siedlung spürbar. Schon am Gründonnerstag lag eine feierliche Erwartung in der Luft – jener besondere Abend im Kirchenjahr, an dem man des letzten Abendmahls gedenkt. Bei uns zu Hause kam an diesem Tag ganz traditionell Spiegelei mit Spinat und Kartoffeln auf … Weiterlesen

#30 Zwei Schachteln und das Urteil

Die festlichen Tage klangen allmählich aus, und die Welt um uns herum fand rasch wieder in ihren gewohnten Takt zurück. Auch in meine eigene, kleine Welt kehrte der Alltag ein: Mein Vater trat verlässlich seine Schichten auf der Dampflok an, während meine Mutter sich unermüdlich um den Haushalt, das Wohl der Familie und um mich … Weiterlesen

#29 Die Magie der Musiktruhe

Nachdem der letzte Böllerrauch der Silvesternacht verflogen und das neue Jahr 1959 angebrochen war, zog die tiefste Winterruhe in die Eisenbahnsiedlung ein. Draußen knackte der Frost, während die Tage nur langsam länger wurden. Die Kälte hielt uns Kinder meist drinnen, doch langweilig wurde es hinter dem Kachelofen keineswegs. Deutschland befand sich mitten im Aufbruch des … Weiterlesen

#28 Das neue Jahr erwacht

An diesem letzten Tag des Jahres 1958 durfte ich abends etwas länger aufbleiben, aber nur etwas und bereits im Schlafanzug. Abmarschbereit, wie man zu sagen pflegte. Während ich später selig in meinem Kinderbett schlummerte, feierten meine Eltern Addy und Franz zusammen mit Tante Hannelore und Onkel Hubert in unserem Wohnzimmer den Silvesterabend, um gemeinsam in … Weiterlesen

#27 Familienbesuche

Die Heilige Nacht war für mich nur von kurzer Dauer. Am sehr frühen Morgen des ersten Feiertags begann für mich schon im Schlafanzug der Dienst auf meiner neuen Dampflok im Wohnzimmer. Der Zug stand abfahrbereit im Bahnhof, und alsbald setzte sich das kleine Gespann in Bewegung. Die winzigen Stirnlampen an der Lok schimmerten warm und … Weiterlesen

#26 Zauber des heiligen Abends

Nun waren sie alle geöffnet – alle dreiundzwanzig Türchen am Adventskalender über meinem Bett. Und heute, an diesem unvergleichlichen 24. Dezember 1958, war endlich das allerletzte, das vierundzwanzigste Tor an der Reihe: das große Doppeltürchen mit den zwei Flügeln aus festem Papier. Heute sollte sich entscheiden, ob sich mein allergrößter Weihnachtswunsch erfüllen würde. Es war … Weiterlesen

#25 Weihnachtszeit

Die Tage wurden unaufhaltsam kürzer, und eine spürbare Kälte legte sich über die Siedlung. Winter lag in der Luft. Die Weihnachtszeit stand vor der Tür, und in den Geschäften erweiterte sich das Warenangebot von Tag zu Tag um festliche Köstlichkeiten und Geschenke. In den großen Kaufhäusern der umliegenden Städte bot sich uns Kindern ein schier … Weiterlesen

#24 Sankt Martin

Die Tage wurden spürbar kürzer, die Dämmerung kroch nun jeden Nachmittag ein Stück früher über die Dächer der Eisenbahnsiedlung, und mit strammen Schritten gingen wir auf die Weihnachtszeit zu. In den kleinen Schaufenstern der Geschäfte tauchten nach und nach die ersten festlichen Süßigkeiten auf. Ein ganz besonderer Zauber ging jedoch von den Spielwarengeschäften aus: Bei … Weiterlesen