#19 Tante Käthes Kuss

Obwohl man dem Niederrheiner nachsagt, er sei eher wortkarg und nicht besonders gesprächig, hatte sich die Kunde vom Besuch Oma Annas bei ihrer ältesten Tochter, dem Schwiegersohn und dem „lieben Jung“ auf geheimnisvolle Weise wie ein Lauffeuer in der Verwandtschaft herumgesprochen. So dauerte es nicht lange, bis sich der nächste Besuch ankündigte: Tante Käthe, Omas … Weiterlesen

#18 Omas Besuch

Trotz all der Abenteuer in der neuen Heimat war die Verwandtschaft in all dieser Zeit natürlich keineswegs vergessen. Oder besser gesagt: Sie hatte ihren Besuch angekündigt, per Briefpost. Ein Telefon war in den Häusern der Verwandten und bei uns damals noch gar nicht eingezogen – mit einer Ausnahme: Opa Fritz. Da er bei der Post … Weiterlesen

#17 Wege aus der Siedlung

Die Eisenbahnsiedlung lag zwar abseits, eingebettet zwischen Rheinhausen und Krefeld, aber abgeschnitten von der Welt waren wir keineswegs. Die Verkehrsanbindung war überraschend vielseitig. Da gab es zum einen den Oberleitungsbus, die O-Bus-Linie 2, die zwischen Neukirchen-Vluyn und unserer Siedlung fuhr, sowie die reguläre Buslinie 27 zwischen Krefeld und Rheinhausen-Hochemmerich Markt, die von der NIAG und … Weiterlesen

#16 Kinderspiele

So schön es im Kindergarten auch war – zu Hause war es mindestens ebenso wunderbar. Wir Kinder spielten ja nicht nur in der Einrichtung zusammen, sondern vor allem draußen: vor dem Haus, auf den Gehwegen, auf den damals noch kaum befahrenen Straßen, hinter dem Haus und in den weitläufigen Grünanlagen. Im Sandkasten wurden mit bunten … Weiterlesen

#15 Holzklötze und ein Pflaster

Wenn ich morgens durch die schlichte, weiß lackierte Holztür in den Kindergarten trat, in dessen Eingangshalle ein großes Holzkreuz hing, waren meist schon einige andere Kinder da, während die nächsten erst nach und nach eintrudelten. Zuerst hieß es: Jacken, Mützen und Schuhe ausziehen. Die eigene Kindergartentasche wurde abgelegt und alles an der langen Garderobe an … Weiterlesen

#14 Neue Gesichter

So wie ich nach und nach die Straßen, die Verstecke und die Orte späterer Abenteuer entdeckte, so lernte ich mit der Zeit auch die Menschen in meiner neuen Heimat kennen. Die Eisenbahnsiedlung füllte sich für mich mit Gesichtern, Geschichten und Vertrautheit. Das begann schon in unserem eigenen Haus: In der Wohnung über uns lebten Tante … Weiterlesen

#13 Uerdinger Straße

In den ersten Wochen nach unserer Ankunft begann ich, die nähere Umgebung unseres neuen Zuhauses in der Uerdinger Straße 62 zu erkunden – anfangs noch fest an der Hand meiner Eltern, schon bald jedoch immer mutiger und auf eigene Faust. Unser Wohnhaus bildete den Ausgangspunkt für eine Vielzahl neuer Entdeckungen, die sich mir wie Puzzleteile … Weiterlesen

#12 Eisenbahnsiedlung

Der eigentliche Umzug in die Eisenbahnsiedlung, in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Uerdinger Straße 62, war für mich damals eine gänzlich unspektakuläre Angelegenheit. Mit meinen gerade einmal drei Jahren habe ich von dem Trubel, dem Kistenpacken und dem Möbeltransport schlichtweg nichts mitbekommen. Während meine Eltern den Haushalt auflösten und den Neuanfang organisierten, war ich … Weiterlesen